Hölderlin-Orte | 04.02.2026

Vortrag zum 256. Geburtstag des Dichters „Ausgerechnet Hölderlin!"
Gedichtrezitation mit Friedrich Bahmer
Foto: (von links): Prof. Dr. Friedrich Bahmer, Münster, die Künstlerin Ursula Stock, Güglingen, Klaus-Peter Waldenberger und Eva Ehrenfeld.
Er, der wie kein anderer an die Dichtung und deren göttlichen Ursprung geglaubt hat, ist mehr als 250 Jahre nach seiner Geburt noch immer aktuell. Unübertroffen die Musikalität seiner Gedichte, an einer Rezitation in Schriftdeutsch, Schwäbisch und Italienisch verdeutlicht. Vortrag und Rezitation von Gedichten Hölderlins – zur Auflockerung multimedial - waren eingebettet in die Lyrik seiner dichtenden Nachfahren Nietzsche, Hesse, Rilke, Trakl, Bobrowski, Eich und René Char. Dieses lyrische Kaleidoskop hat deutlich gemacht, dass die Faszination Hölderlins nicht darin liegt, dass er „verrückt“ war, sondern ein zeitloser, wichtiger Fixstern eines Epochen und Räume umspannenden Kosmos großartiger Lyrikerinnen und Lyriker.
Begleitet wurde die Rezitation durch eine Ausstellung von zeichnerischen und skulpturalen Werken von Ursula Stock, Künstlerin im nahen Güglingen, ganz im Sinn von Hölderlin, der im „Hyperion“ die Bedeutung der Kunst gültig so formuliert hat: „Das erste Kind der menschlichen, der göttlichen Schönheit ist die Kunst.“ Neun Bronze-Köpfe in Begegnung und Bewegung thematisieren Hölderlinsche Motive. Die Lauffener Museumsleiterin Eva Ehrenfeld führte in die Ausstellung ein - ein vollbesetzter Sall des Hölderlinhauses dankte es ihr mit anhaltendem Applaus und erfreute sich anschließend an Lauffener Sekt und einem Stück Geburtstagstorte der Konditorei "Schillerlocke".
Die Ausstellung dauert noch bis 11. Mai 2026 zu den üblichen Öffnungszeiten des Hölderlinhauses.

