RUNDBRIEF 2019

 

Der Präsident

März 2019

 

Liebe Mitglieder,

 

das Jubiläumsjahr 2020 gerät in Reichweite und entwickelt bereits einen kräftigen Sog, was Planungen, Gestaltungen wie vor allem die Mitwirkung von uns als Gesellschaft betrifft.

Doch zunächst der Rückblick auf die Jahrestagung im letzten Jahr. Dass sie – nach 2014 in Konstanz und 2016 in Bad Homburg v.d.H. – wieder in Tübingen stattfand, wurde gerade auch seitens der Stadt Tübingen sehr positiv aufgenommen. Sowohl die Vorträge als auch die Arbeitsgruppen waren gut besetzt, erfreulich war die Anzahl junger Forscher und Doktoranden. Für die Öffentlichkeit erwiesen sich sowohl die Lesung von Jan Wagner als auch die Rezitation von Hanns Zischler als attraktiv. Besonderen Anklang fand der Ausflug zum „Sprechgitter“ nach Pfullingen.

Zu danken haben wir dem Evangelischen Stift wie dem Philosophischen Seminar der Eberhard Karls Universität, in deren beider Räumlichkeiten wir tagen konnten. Der besondere Dank gebührt unserer Geschäftsführerin Eva Ehrenfeld und Helge Noack, ohne deren beider Engagement die Tagung nicht hätte gelingen können.

Bei der zurückliegenden Tagung haben turnusgemäß Wahlen zu Vorstand und Beirat stattgefunden.

In den Beirat gewählt wurden Christine Arbogast, Thomas Boyken, Klaus Bruckinger, Dieter Burdorf, Marco Castellari, Marianne Delagardelle, Dieter de Lazzer, Barbara Dölemeyer, Henning Drecoll, Anacleto Ferrer Mas, Klaus Furthmüller, Alexander Honold, Gunter Martens, Boris Previšić, Roland Reuß und Sebastian Wilde.

Aus dem Beirat ausgeschieden sind Jean-Pierre Lefebvre, Renate Overbeck und Norina Procopan.

Ihnen gilt der herzliche Dank für Rat und Tat über viele Jahre hin!

 

In den Vorstand gewählt wurden Sabine Doering, Wolfram Groddeck, Johann Kreuzer, Elena Polledri, Jörg Robert, Martin Vöhler, Klaus-Peter Waldenberger.

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Michael Franz, Priscilla Hayden-Roy und Luigi Reitani.

Allen dreien sei nochmals ganz herzlich für ihr jahrelanges, reiches und wertvolles Engagement gedankt! Michael Franz wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

 

Im Anschluss an die Wahlen trat der neu gewählte Vorstand zusammen und wählte Johann Kreuzer zum Präsidenten sowie Klaus-Peter Waldenberger zum Vizepräsidenten unserer Gesellschaft. Ein besonderer Dank gilt Sabine Doering für acht Jahre hoch engagierter Arbeit als Präsidentin: an erster Stelle und als pars pro toto möchte ich hier den Vertrag mit der Stadt Tübingen nennen, der unsere Arbeit auf eine sichere Basis stellt. Ich freue mich, dass sie mit Rat und Tat uns nun im Vorstand hilft!

Die nächste Jahrestagung wird vom 4. bis 7. Juni 2020 in Lauffen am Neckar stattfinden. Bei den zurückliegenden Sitzungen von Beirat und Vorstand am 23. und 24. November 2018 wurde aus den eingegangenen Vorschlägen als Thema: „Wozu Dichter in dürftiger Zeit?“ ausgewählt und mit ersten Planungen begonnen. Die seit 2016 praktizierte Mixtur verschiedener Formate soll fortgeführt und um neue ergänzt werden. Unter anderem geht es dabei auch um die aktive Einbeziehung der teilnehmenden Mitglieder; wenn sich die Überlegungen hierzu konkretisiert haben, wird es einen entsprechenden Rundbrief geben.

Sehr erfreulich entwickelt sich die Anzahl der Beitritte junger Hölderlin-Forscherinnen und –forscher wie Studierender. Das von Hendrik Buhr initiierte Forum „Junge Hölderlin-Forschung“, das der besseren Vernetzung der Hölderlinforschung und gegenseitiger Förderung dienen soll, verdient vollste Unterstützung. Ein Kontakt kann über die Geschäftsstelle jederzeit vermittelt werden.

Die Sanierung des Turms schreitet planmäßig voran. Von außen präsentiert er sich bereits frisch gestrichen – weiterhin gelb, aber nun vielleicht sogar einen Deut ansprechender. Der Wiedereinzug ist für Herbst 2019 geplant – der Zeitplan scheint eingehalten werden zu können. Der Turm wird die Lebens- und Werkphasen Hölderlins in Gänze (re)präsentieren und dies in einer Weise, von der Liebhaber und Kenner ebenso profitieren wie diejenigen, die Hölderlin, seine Dichtung und seine Tübinger Lebensphasen ganz neu für sich entdecken; die neu konzipierte Dauerausstellung wird darauf ‚Appetit’ machen. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Tübingen, der Marbacher Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten (vertreten durch Herrn Dr. Schmidt) und unserer Gesellschaft verläuft weiterhin einvernehmlich und konstruktiv.

Wie es der Vertrag mit der Stadt vorsieht, liegt die Leitung des Museums, das der Hölderlinturm in Tübingen ist, bei der Stadt. Die entsprechende Stelle wurde öffentlich ausgeschrieben und eine Kommission für ihre Besetzung gebildet, in der unsere Gesellschaft durch den Vizepräsidenten vertreten war. Die Kommission hat sich einhellig für Frau Dr. Sandra Potsch als künftige Museumsleiterin entschieden. Frau Dr. Potsch hat am 16. Januar 2019 ihre Stelle angetreten. Erste Gespräche – zwischen ihr, unserer Geschäftsführerin und mir – haben stattgefunden und ich bin sehr zuversichtlich, dass es hier eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit geben wird.

Diese Zuversicht gilt es mit einem Dank zu verbinden. Helge Noack hat von 2014 bis 2017 die Museumsleitung im Turm kommissarisch verwaltet, diese Aufgabe mit hohem Engagement erfüllt und in dieser Zeit ein vielfältiges Programm im Turm realisiert. Dafür sei ihr noch einmal herzlich gedankt!

Für das Jubiläumsjahr 2020 sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Die Koordination liegt bei der Arbeitsstelle für literarische Museen in Marbach. Über den aktuellen Stand des auf Bundes- wie Länderebene Geplanten informiert http://www.hoelderlin-2020.de/ – hier wird das gesamte Programm eingesehen werden können. Unsere neue Homepage ist noch in Arbeit, wenn sie fertiggestellt ist, wird der Link natürlich auf ihr zu finden sein.

Für das Jubiläumsjahr besteht die Gefahr eines ‚Zuviel’. Um dem zu begegnen, werden wir uns auf zwei Veranstaltungen konzentrieren – das sind die Eröffnung der Gedenkstätte Hölderlin und die Geburtstagsfeierlichkeiten im Hölderlinhaus und Museum in Lauffen am Neckar vom 20. bis zum 22. März 2020 sowie unsere schon erwähnte Jahrestagung, die vom 4. bis zum 7. Juni 2020 ebenfalls in Lauffen stattfinden wird. Bitte notieren Sie sich diese beiden Daten! Gleichzeitig bitte ich darum, unsere Geschäftsstelle über Aktivitäten, Planungen zu ‚Hölderlin-2020’ in Ihrem Umkreis zu informieren.

Von den Texturen liegt der Band 1.2 vor – und kann in der Geschäftsstelle bestellt werden! Die Bände 5.2 und 5.3. befinden sich in Arbeit. Unser Jahrbuch, das in seiner 41. Ausgabe die Tübinger Tagung vom Mai letzten Jahres dokumentieren und wie immer weitere Abhandlungen, Aufsätze und Besprechungen von Neuerscheinungen enthalten wird, soll bis Jahresende vorliegen.

Um unsere ausländischen Mitglieder künftig noch schneller erreichen zu können (und auch der teilweise erheblichen Portokosten wegen), werden wir in diesem Jahr erstmals die internationalen  Adressen in der Regel durch den elektronischen Versand per Email ersetzen.

Im Namen unseres Vorstands verbleibe ich mit guten Wünschen und grüße Sie herzlich!

 

Ihr

                                                            

Johann Kreuzer