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Donnerstag, 15.11.2018
Hymnische Entwürfe
DAS NÄCHSTE BESTE

     Dritte Fassung

 offen die Fenster des Himmels
Und freigelassen der Nachtgeist
Der himmelstürmende, der hat unser Land
Beschwäzet, mit Sprachen viel, unbändigen, und
Den Schutt gewälzet
Bis diese Stunde.
Doch kommt das, was ich will,
Wenn
Drum wie die Staaren
Mit Freudengeschrei, wenn auf Gasgogne, Orten, wo viel Gärten sind,
Wenn im Olivenland, und
In liebenswürdiger Fremde,
Springbrunnen an grasbewachsnen Wegen
Die Bäum unwissend in der Wüste
Die Sonne sticht,
Und das Herz der Erde thuet
Sich auf, wo um
Den Hügel von Eichen
Aus brennendem Lande
Die Ströme und wo
Des Sonntags unter Tänzen
Gastfreundlich die Schwellen sind,
An blüthenbekränzten Straßen, stillegehend.
Sie spüren nemlich die Heimath,
Wenn grad           aus falbem Stein,
Die Wasser silbern rieseln
Und heilig Grün sich zeigt

Auf feuchter Wiese der Charente,


Die klugen Sinne pflegend.             wenn aber
Die Luft sich bahnt,
Und ihnen machet waker
Scharfwehend die Augen der Nordost, fliegen sie auf,
Und Ek um Eke
Das Liebere gewahrend
Denn immer halten die sich genau an das Nächste,
Sehn sie die heiligen Wälder und die Flamme, blühendduftend
Des Wachstums und die Wolken des Gesanges fern und athmen Othem
Der Gesänge. Menschlich ist
Das Erkentniß. Aber die Himmlischen
Auch haben solches mit sich, und des Morgens beobachten
Die Stunden und des Abends die Vögel. Himmlischen auch
Gehöret also solches. Wolan nun. Sonst in Zeiten
Des Geheimnisses hätt ich, als von Natur, gesagt,
Sie kommen, in Deutschland. Jezt aber, weil, wie die See
Die Erd ist und die Länder, Männern gleich, die nicht
Vorüber gehen können, einander, untereinander
Sich schelten fast, so sag ich. Abendlich wohlgeschmiedet
Vom Oberlande biegt sich das Gebirg, wo auf hoher Wiese die Wälder
                                                                                 sind wohl an
Der bairischen Ebne. Nemlich Gebirg
Geht weit und streket, hinter Amberg sich und
Fränkischen Hügeln. Berühmt ist dieses. Umsonst nicht hat
Seitwärts gebogen Einer von Bergen der Jugend
Das Gebirg, und gerichtet das Gebirg
Heimatlich. Wildniß nemlich sind ihm die Alpen und
Das Gebirg, das theilet die Tale und die Länge lang
Geht über die Erd. Dort aber

Gehn mags nun. Fast, unrein, hatt sehn lassen und das Eingeweid
Der Erde.                                 Bei Ilion aber
War auch das Licht der Adler. Aber in der Mitte
Der Himmel der Gesänge. Neben aber
Am Ufer zornige Greise, der Entscheidung nemlich, die alle
Drei unser sind.

StA, Band 2.1, Seite 237-239