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Mittwoch, 12.12.2018
Jahrestagung 2018: Kurzbericht

Mit Hölderlins Sprache befasste sich die 36. Jahrestagung der Hölderlin-Gesellschaft in Tübingen. Vorträge zum hymnischen Sprechen, zur gnomischen Sprache, dem „roten“ Ursprung der hölderlinschen Sprache und der Konjunktive in seiner Lyrik und Prosa wurden ergänzt durch sechs gut besuchte Arbeitsgruppen und zwei Lesungen. Zu Gast waren hier der Büchner-Preisträger Jan Wagner und der Schauspieler und Sprecher Hanns Zischler.

Drei junge Doktores und vier junge Hölderlinforscher hatten Gelegenheit, ihre Arbeiten zu präsentieren. 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren ein deutliches Zeichen, dass der Dichter bis heute aktuell und anregend ist. Den Abschluss der Tagung bildete ein Besuch im ehemaligen Pfullinger Kloster mit mittelalterlichem Sprechgitter und ein Besuch in der Neske-Bibliothek.

In der Mitgliederversammlung stellte sich die Gesellschaft mit Blick auf den 250. Geburtstag des Dichters im Jahr 2020 personell neu auf. In Beirat, Vorstand und Präsidium gab es umfangreiche Veränderungen. Als Nachfolger von Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering und Vizepräsident Prof. Dr. Michael Franz wurden als Präsident der Oldenburger Philosophieprofessor und Herausgeber des Hölderlin-Handbuches Prof. Dr. Johann Kreuzer und zum Vizepräsidenten der Lauffener Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger gewählt.

Mehr dazu auf dieser Seite unter "Neues aus der Hölderlin-Gesellschaft" und unter "Vorstand und "Beirat".

Die nächste Jahrestagung der Hölderlin-Gesellschaft wird im Jubiläumsjahr 2020 in Lauffen am Neckar stattfinden.

 

Das Programm der Jahrestagung 2018

Hölderlins Sprache 

 

Donnerstag, 24. Mai

14.00 Uhr Arbeitsgespräch junger Hölderlin-Forscher

Schwierige Textstellen im Werk Hölderlins - Methodenprobleme
Moderation: Martin Vöhler, Thessaloniki und Violetta Waibel, Wien

17.30 Uhr Empfang der Universitätsstadt Tübingen

Begrüßung: Dr. Christine Arbogast, Erste Bürgermeisterin 

19.00 Uhr Gnomische Sprache: Heraklit, Hölderlin, Heidegger

Pirmin Stekeler-Weithofer

Freitag, 25. Mai

9.30 Uhr Eröffnung der Jahrestagung

Sabine Doering, Präsidentin der Hölderlin-Gesellschaft
Grußwort Dr. Viola Schrenk, Evang. Stift
10.00 Uhr Hymnisches Sprechen
Zum Öffentlichkeitsbezug von Hölderlins Spätwerk
Martin Vöhler, Thessaloniki

11.15 Uhr Carmina carnis: Der rote Ursprung der lebendigen Sprache bei Hölderlin

John T. Hamilton, Cambridge, USA
 

14.-15.30 Uhr Arbeitsgruppen

A  Szenische Dichte und Fülle. Annäherungen an Hölderlins Theatersprache
Marco Castellari, Mailand
B  Die Briefe an Böhlendorff - Veränderungen in Hölderlins Sprache vor und nach  dem Bordeaux-Aufenthalt
Uwe Gonther und Andreas Reinecke, Bremen 
C  Vom Metrum zum Rhythmus - hesperische Bewegung in "Germanien"
Boris Previsic, Luzern

16.00-17.30 Uhr Arbeitsgruppen 

D  Hölderlin-Rezitationen im 20. Jahrhundert mit Hörbeispielen
Reinhart Meyer-Kalkus, Potsdam
E  Schwierige Stellen bei Hölderlin - syntaktisch gedeutet
Nanna Fuhrhop, Oldenburg

20.00 Uhr "Selbstporträt mit Bienenschwarm und neue Gedichte"

Lesung mit dem Büchner-Preisträger Jan Wagner
Moderation: Luigi Reitani

Samstag, 26. Mai  

10.30 Uhr Hyperion - ausgewählte Texte

Gelesen von Hanns Zischler

11.00 Uhr "Wünscht ich der Helden einer zu seyn" - Hölderlins Konjunktive 

Sabine Doering, Oldenburg

14.-15.30 Uhr Arbeitsgruppen

D  Hölderlin-Rezitationen im 20. Jahrhundert mit Hörbeispielen
Reinhart Meyer-Kalkus, Potsdam und Hanns Zischler, Berlin (Fortsetzung)
E  Schwierige Stellen bei Hölderlin - syntaktisch gedeutet
Nanna Fuhrhop, Oldenburg (Fortsetzung)
F  "...wie die Biene unter Blumen, fliegt meine Seele oft hin und her" - Struktur und Funktion der Vergleiche im Hyperion
Priscilla Hayden-Roy, Lincoln, USA

16.00 Uhr Mitgliederversammlung mit Wahlen

Sonntag, 27. Mai

9.30-11 Uhr Forum: Vorstellung neuer Dissertationen

Jakob Helmut Deibl, Moritz Strohschneider, Yashar Mohagheghi
Moderation: Johann Kreuzer, Oldenburg

12.00 Uhr

Führung durch das ehemalige Kloster Pfullingen mit Sprechgitter und die Neske-Bibliothek

Felicitas Vogel und Barbara Wiedemann