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Satzung


               SATZUNG DER HÖLDERLIN-GESELLSCHAFT
                             in der Fassung vom 17. Mai 2008


                                         I.  Allgemeines

                                                   § 1

Die Hölderlin-Gesellschaft will das Verständnis für das Werk Hölderlins wecken
und vertiefen und zur Erforschung und Darstellung seiner Werke, seines
Lebens und seiner Zeit beitragen.

                                                   § 2

(1) Der Verein führt den Namen „Hölderlin-Gesellschaft“. Er hat seinen Sitz in
Tübingen und ist im Vereinsregister eingetragen.
(2) Die Hölderlin-Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar
gemeinnützige und wissenschaftliche Zwecke im Sinne des Abschnitts
„steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
 
                                                   § 3

Die Ziele der Hölderlin-Gesellschaft sollen erreicht werden durch:
– Vorträge, Lesungen und sonstige Veranstaltungen
– Förderung der Hölderlin-Forschung
– Förderung wissenschaftlicher Hölderlin-Ausgaben
– Förderung der Hölderlin-Übersetzungen
– Herausgabe des Hölderlin-Jahrbuchs
– weitere Publikationen
– Pflege der Hölderlin-Gedenkstätten.

                                                   § 4

(1) Ein Zusammenschluss von Mitgliedern zu „Örtlichen Vereinigungen“
innerhalb der Gesellschaft ist erwünscht. Ihre Sprecher sind von den örtlichen
Mitgliedern zu wählen und bedürfen der Bestätigung durch den Vorstand.
(2) Örtliche Vereinigungen geben sich eine Geschäftsordnung nach einem vom
Vorstand beschlossenen Muster.


                          II.  Organe der Hölderlin-Gesellschaft 

                                                   § 5

Die Organe der Hölderlin-Gesellschaft sind:
– die Mitgliederversammlung
– der Vorstand
– der Beirat
– der Geschäftsführer.


                                                   § 6 

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung soll alle zwei Jahre stattfinden. Sie
wird vom Vorstand vorbereitet und vom Präsidenten durch schriftliche
Einzeleinladung und Bekanntgabe der Tagesordnung mindestens zwei Monate
vorher einberufen.
(2) Die ordentliche Mitgliederversammlung wählt Vorstand und Beirat und
beschließt über die Entlastung des Vorstands. Die Wahlen zu Vorstand und
Beirat sind in § 9 geregelt.

(3) Zum Zwecke der Entlastung des Vorstands sind vor der ordentlichen
Mitgliederversammlung die Kassen- und Rechnungsangelegenheiten der
Gesellschaft durch zwei von der Mitgliederversammlung zu wählende
Rechnungsprüfer zu prüfen, sofern die Rechnungsprüfung nicht durch die
Universitätsstadt Tübingen erfolgt. Für die Amtszeit und Wahl der Prüfer gilt
§ 9 entsprechend. Die Wahl der Prüfer kann durch Zuruf erfolgen.
(4) Hergang und Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden in einer
Niederschrift festgehalten, die vom Versammlungsleiter und vom
Geschäftsführer zu unterzeichnen ist.

                                                   § 7

(1) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird einberufen, wenn
Vorstand und Beirat dies für erforderlich halten oder wenn der zehnte Teil der 
Mitglieder die Einberufung unter Angabe der Tagesordnung schriftlich
beantragt. Die außerordentliche Mitgliederversammlung ist nur beschlussfähig,
wenn an ihr mindestens der fünfte Teil der Mitglieder teilnimmt.
(2) Für den Verlauf der Versammlung gilt § 6 Abs. 3 entsprechend.

                                                   § 8

(1) Anträge der Mitglieder sind schriftlich zu stellen.
(2) Sie müssen mindestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung bei
dem Geschäftsführer eingehen.
(3) Anträge, die nicht gemäß Abs. 2 eingegangen sind, werden nur behandelt,
wenn sie von mindestens 30 Mitgliedern unterschriftlich unterstützt werden,
spätestens bis 16 Uhr des Vortages der Mitgliederversammlung im
Tagungsbüro eingegangen sind und die Mitgliederversammlung die Zulassung
beschließt.
(4) Die Absätze 2 und 3 gelten nicht für Gegen- und Abänderungsanträge aus
der Mitgliederversammlung.

                                                   § 9

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung wählt in getrennten Wahlgängen
jeweils auf vier Jahre den Vorstand, der aus höchstens sieben Mitgliedern der
Gesellschaft besteht, und den Beirat, dem bis zu zwanzig zu wählende
Personen angehören sollen.
(2) Jedes Mitglied hat das Recht, andere Mitglieder vorzuschlagen, die von
mindestens zehn Mitgliedern durch Unterschrift unterstützt sind. Die Vorschläge
müssen bis zum Ablauf des der Wahl vorangehenden Jahres bei der
Geschäftsführung eingehen und sollen kurze Angaben zur Person und zu den
Interessenschwerpunkten des Vorgeschlagenen enthalten. Der Vorstand hat
das Recht zur Einbringung von eigenen Wahlvorschlägen, wenn aus dem Kreise
der Mitglieder nicht Wahlvorschläge in der dem § 9 (1) entsprechenden Anzahl
eingegangen sind.
(3) Der Präsident übermittelt den Mitgliedern mit der Einladung zur
Mitgliederversammlung jeweils mit Kurzbegründung die Wahlvorschläge für den
Vorstand und für den Beirat in alphabetischer Reihenfolge. Jedem Mitglied
steht nach Empfang der Einladung zur Mitgliederversammlung das Recht zu,
weitere Wahlvorschläge einzubringen. Auch diese Vorschläge müssen von
mindestens zehn Mitgliedern durch Unterschrift unterstützt sein, eine
Kurzbegründung enthalten und spätestens zwei Wochen vor Beginn der
ordentlichen Mitgliederversammlung bei der Geschäftsführung eingehen.


(4) Wahlen zum Vorstand und zum Beirat können im Wege der Einzel-, der
Gesamt- oder der Blockabstimmung durchgeführt werden. Im Fall der
Gesamtabstimmung hat jedes Mitglied so viele Stimmen, wie Vorstands- bzw.
Beiratsmitglieder zu wählen sind, wobei das Mitglied nicht von allen Stimmen
Gebrauch machen muss. Blockwahl kann stattfinden, wenn die Anzahl der
Kandidaten die Höchstzahl für Vorstand bzw. Beirat nicht überschreitet. Als
gewählt gelten bei Gesamtabstimmung – bis zur jeweiligen Höchstzahl – die
Kandidaten, die die relativ meisten Stimmen erhalten. Bei Stimmengleichheit
entscheidet das Los.
(5) Der Versammlungsleiter bestimmt bei Wahlen die Wahlart; die
Mitgliederversammlung kann eine andere Wahlart beschließen.
(6) Für Vorstands- und Beiratswahl muss vor Wahlbeginn je ein Wahlleiter und
können Wahlhelfer gewählt werden, wobei der Wahlleiter weder dem Vorstand
noch dem Beirat angehören soll.

                                                   § 10

(1) Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt die Beschlüsse der
Mitgliederversammlung aus. Er wählt aus seiner Mitte den Präsidenten und den
Vizepräsidenten. 
(2) Im Rechtsverkehr gegenüber Dritten wird die Gesellschaft gerichtlich und
außergerichtlich durch den Präsidenten und den Vizepräsidenten (Vorstand im
Sinne von § 26 BGB) vertreten. 
(3) Für die laufenden Geschäfte bestellt der Vorstand einen Geschäftsführer.

                                                   § 11

(1) Dem Beirat sollen Personen angehören, die sich der Pflege des
Hölderlinschen Werkes oder der Aufgaben der Gesellschaft besonders
annehmen; dies gilt vor allem für Wissenschaftler, Künstler und Vertreter des
literarischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens. 
(2) Dem Beirat gehören kraft ihres Amtes an: der Oberbürgermeister der
Universitätsstadt Tübingen, der Rektor der Universität Tübingen, der Direktor
der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, der Direktor der
Universitätsbibliothek Tübingen.
(3) Der Beirat fördert die Ziele der Gesellschaft, er unterstützt und berät den
Vorstand, er wirkt insbesondere bei den Planungen der Jahresversammlungen
mit. Er tagt in der Regel einmal im Jahr, in wichtigen Angelegenheiten der
Gesellschaft kann er zusätzlich vom Vorstand einberufen werden.
(4) Reisekosten können den Mitgliedern des Beirats nicht erstattet werden.

                                                   § 12

(1) Soweit in dieser Satzung nichts anderes bestimmt ist, entscheidet bei
Abstimmungen die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
(2) Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. 


III.  Mitgliedschaft, Gemeinnützigkeit, Satzungsänderung

                                                   § 13

(1) Die Mitgliedschaft wird auf Antrag beim Vorstand erworben. Sie beginnt mit
der schriftlichen Bestätigung der Antragsannahme des Vorstandes an den
Antragsteller.
(2) Korporative Mitglieder können literarische und wissenschaftliche
Vereinigungen, Gemeinden, Hochschulen, Fakultäten, Bibliotheken und andere
Institutionen werden.
(3) Fördernde Mitglieder können Körperschaften oder Einzelpersonen werden.
                                                   § 14

Die Höhe des Jahresbeitrags für die ordentlichen und korporativen Mitglieder
wird auf Vorschlag des Vorstands von der Mitglieder-versammlung festgesetzt.
Fördernde Mitglieder bezahlen einen erhöhten Jahresbeitrag.

                                                   § 15

Die Mitglieder beziehen das Jahrbuch und andere Veröffentlichungen, soweit
möglich, unentgeltlich oder zu ermäßigten Preisen.

                                                   § 16

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt, Streichung oder Ausschluss.
(2) Der Austritt ist schriftlich zu erklären. Er ist mit einer Kündigungs-frist von
drei Monaten zum Ende eines Kalenderjahres zulässig.
(3) Gestrichen werden Mitglieder, die trotz wiederholter Mahnung ihren Beitrag
nicht bezahlt haben.
(4) Mitglieder, die gegen die Aufgaben und Ziele der Gesellschaft handeln,
können durch den Vorstand ausgeschlossen werden.
(5) Das vom Vorstand ausgeschlossene Mitglied kann die nächste ordentliche
Mitgliederversammlung anrufen.

                                                   § 17

(1) Die Hölderlin-Gesellschaft ist selbstlos tätig und verfolgt keine
eigenwirtschaftlichen Zwecke. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für
satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine
Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.
(2) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft
fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt 
werden.

                                                   § 18

(1) Satzungsänderungen und Änderungen des Zwecks der Gesellschaft werden
von der Mitgliederversammlung durch eine Mehrheit von drei Vierteln der
verschienenen Mitglieder beschlossen.
(2) Im Falle der Auflösung der Gesellschaft oder bei Wegfall
steuerbegünstigter Zwecke geht ihr Vermögen an die Württembergische
Landesbibliothek in Stuttgart über mit der Auflage, es zur Förderung des
Hölderlin-Archivs zu verwenden. 

                                                   § 19

Diese Satzung wurde von der Mitgliederversammlung am 17. Mai 2008
beschlossen. Sie tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.
Gleichzeitig tritt dann die bisherige Satzung außer Kraft.